Darum ist die DysDS so wichtig
Warum ist diese Stiftung so wichtig?
In Deutschland haben schätzungsweise 5 bis 6 % aller Kinder und 3 % der Erwachsenen Dyspraxie - eine neurobiologische Entwicklungsstörung, welche oftmals ein Leben lang u.a. die Koordination, Motorik und Wahrnehmung eines Menschen beeinträchtigt.
Die Auswirkungen sind teilweise gravierend. Kinder in der Schule können z.B. bestehende Anforderungen (z.B. sauber und gerade schreiben, Versuchsaufbauten in Chemie und Physik, Turnen im Sport) nicht lösen. Erwachsene sind an ihrem Arbeitsplatz überfordert (z.B. beim Bedienen von Anlagen und Maschinen oder bei unerwarteten Job-Herausforderungen). Dabei lassen sich für zahlreiche Situationen Lösungen finden - wenn man die Fähigkeiten eines Dyspraktikers kennt und dann gezielt einsetzt.
In vielen Ländern - speziell in Australien, Frankreich, Großbritannien, Kanada und den U.S.A. finden Menschen mit Dyspraxie Förderung und Unterstützung - doch in Deutschland sind dieses Handicap und die damit verbundenen Beeinträchtigungen kaum sichtbar.
Viele wissen nicht, dass sie Dyspraktiker sind
Sie denken, sie sind extrem tollpatschig, haben einen Sprachfehler oder sind einfach ein “wenig schusselig”. Dass diese Auswirkungen ggf. auf Fehlverknüpfungen im Gehirn beruhen und damit durchaus eine Dyspraxie vorliegen kann, weiß kaum jemand.
Denn was man persönlich nicht kennt, zieht man auch nicht in Erwägung - und sucht die Schuld bei sich selbst.
Die Folgen: Viele Kinder mit Dyspraxie sind in Kindergarten und Schule Außenseiter oder Mobbing-Opfer, weil sie "anders sind" und Dinge, die für andere selbstverständlich sind, bei ihnen nicht funktionieren (können).
Und viele verzweifeln an ihrer Situation und bekommen psychische Probleme, weil sie nicht die Hintergründe und Ursachen für ihre Einschränkungen kennen und gezielt an Verbesserungen arbeiten können.
Weiteres Problem: Eine Dyspraxie kommt selten allein, sondern ist oftmals mit einem anderen Handicap verbunden, welches dann im Vordergrund steht. So wird Dyspraxie in vielen Fällen gar nicht oder erst sehr spät erkannt und entsprechend therapiert.