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Kleidung und Anziehen

Allgemeine Infos zum Anziehen

Kinder mit Dyspraxie profitieren von einer Kombination aus praktischen Anziehhilfen, angepasster Kleidung, visuellen Hilfen und ergotherapeutischem Training. Nachfolgend einige Anregungen und Tipps:

Anziehhilfen (Feinmotorik)

  • Knopf- und Reißverschlusshilfen mit dickem Griff (Knöpfhaken, Öse für den Zipper).
  • Ärmel- und Hosenanziehhilfen, die das Durchziehen von Armen und Beinen erleichtern.
  • Greif- und Rutschhilfen (griffige Zipper, größere Knöpfe, griffige Laschen).

Adaptive / angepasste Kleidung

  • Kleidung mit Klett statt Knöpfen oder kleinen Reißverschlüssen.
  • Hosen mit Gummibund und ohne komplizierten Verschluss.
  • Oberteile mit größerem Halsausschnitt oder seitlichen Öffnungen.
  • Spezielle „Adaptivkleidung“ für Kinder mit Behinderungen (z.B. angepasste Hosen, Jacken, Therapieschuhe).

Visuelle und Schritt-für-Schritt-Hilfen

  • Bildkarten / Piktogramme, die jeden Schritt zeigen (Unterhose – Hose – Shirt – Socken etc.).
  • Schritt-für-Schritt-Pläne zum Anziehen von Hose, T‑Shirt, Hemd.
  • Sichtbare Checklisten oder Belohnungspläne, wann das Kind sich selbst angezogen hat

Üben im Alltag

  • Üben von Alltagsaktivitäten wie Knöpfen, Reißverschluss schließen, Schuhe binden in kleinen Teilschritten.
  • Training von Hand-Auge-Koordination, Kraftdosierung und Fingerfertigkeit.
  • Einüben fester Abläufe (immer gleiche Reihenfolge, gleiche Sitzposition, gleicher Ort).

Weitere Alltags-Tipps

  • Möglichst im Sitzen anziehen (Sturzgefahr senken, motorische Anforderungen reduzieren).
  • Kleidung vorbereiten: „richtig herum“ hinlegen und Reihenfolge vormarkieren.
  • Nur eine neue Schwierigkeit gleichzeitig einführen (erst Hose üben, später Knöpfe usw.).
  • Positive Rückmeldung für jeden Teilschritt, nicht nur für „komplett allein geschafft“.